Gleichzeitig fertigen sie einen Audiomitschnitt an und synchronisieren diesen über einen Timecode mit den Mitschriften. Dadurch lassen sich die Notizen aus Besprechungen, Konferenzen oder Vorlesungen bestimmten Zeitpunkten zuordnen und man kann noch einmal nachhören, was mit einer Notiz gemeint war.
Sobald beim Schreiben Druck auf die Spitze des Smartpen ausgeübt wird, startet eine Infrarotkamera und zeichnet die Bewegungen auf. Damit dies fehlerfrei funktioniert, setzt Livescribe auf Notizblöcke aus Spezialpapier. Am unteren Rand jeder Seite befinden sich Schaltflächen, beispielsweise um die Audioaufnahme zu starten, sie wiederzugeben oder die Lautstärke einzustellen. Wenn man den Stift später an eine beliebige Stelle der Notizen setzt, spielt der Smartpen ab, was zu diesem Zeitpunkt gesagt wurde.
Über eine USB-Verbindung gelangen die Daten vom Smartpen auf den Computer, die mitgelieferte Software Livescribe Desktop verarbeitet sie weiter. Sie zeigt die Mitschriften als Bilder an und wandelt sie mit einem zusätzlich erhältlichen OCR-Plugin in Text um. Auch die Ausgabe der Bilddateien als PDF ist natürlich möglich. Das volle Potential der Smartpens von Livescribe wird aber an den sogenannten Pencasts deutlich. Ein Pencast ist ein Video, das die Audioaufnahmen und die Mitschriften miteinander verknüpft. Dabei werden die Notizen auf dem Bildschirm noch einmal genau so abgespielt, wie man sie angefertigt hat. Währenddessen läuft synchron dazu der Audiomitschnitt.
Derzeit bietet Livescribe zwei verschiedene Modelle an, den Pulse Smartpen und den Echo Smartpen. Der Echo bietet wahlweise 4 oder 8 Gigabyte Speicherplatz, was für 400 beziehungsweise 800 Stunden Audioaufnahme reichen soll, und einen Micro-USB-Anschluss. Der ältere Pulse verbindet sich über eine Dockingstation mit dem Computer, mit 2 oder 4 Gigabyte nimmt er wahlweise 200 oder 400 Stunden Audiodaten auf. Laut Preisvergleich ist er derzeit ab rund 130 Euro zu haben. Mit im Preis enthalten sind übrigens auch 500 Megabyte Speicherpatz in der Livescribe Online-Community. Dort kann man seine Pencasts mit Freunden teilen, veröffentlichen und sogar mit Facebook verknüpfen.
Mit Livescribe Smartpens Mitschriften und Audioaufzeichnungen synchronisieren
Um handschriftliche Notizen zu digitalisieren, muss man sie normalerweise einscannen. Anschließend arbeitet man entweder mit der Bilddatei weiter oder wandelt diese mittels OCR in Text um. Die Smartpens der Firma Livescribe gehen einen anderen Weg und digitalisieren mit speziellem Stift und Papier Notizen und Zeichnungen bereits während des Schreibens.
1 Comment
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Mittwoch, den 02. Februar 2011 um 12:58 Uhr
posted by Heiner
Das ist ja mal eine besonders gute Review, vielen Dank! Mir war nicht bewusst, wie das eigentlich genau funktioniert, aber jetz weiß ichs ;D die einzige Anmerkung, die ich noch habe, ist, dass der Preis für das günstigste Modell mittlerweile bei 99 Euro liegt (hab ich hier gesehen http://www.cotec.de/livescribe-smartpen.html). Ansonsten, danke für die super Detailinfos! Grüße, Heiner
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Mit einer entsprechenden OCR-Software-